Mit der Photovoltaik in den Sonnengürtel

Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass weltweit bis 2030 mehr als ein Viertel des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Eine tragende Säule dabei ist die Photovoltaik. Um ihr Potenzial auszuschöpfen, muss Solarstrom konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom werden. Dafür müssen die Herstellungskosten gesenkt werden. Zugleich gilt es, sehr sonnenreiche Gebiete wie Wüstenregionen viel stärker als bisher zu nutzen.

Bereits heute werden Photovoltaik-Großanlagen im dreistelligen Megawatt-Bereich gebaut, die oftmals auch schon in Wüstengebieten aufgestellt werden. Besonders kritische Klimaregionen werden aber derzeit, auch wenn diese sehr gute Solarerträge versprechen, aufgrund der hohen Anforderungen an die Systemkomponenten eher gemieden. Daher ist es wichtig, Photovoltaik-Systemtechnologien für Großkraftwerke in sehr sonnenreichen Gebieten auszulegen. Hier setzen die Arbeiten der Verbundpartner dieses Projektes an. Gleichzeitig soll aber auch durch eine ganzheitliche Systemoptimierung das Kostenreduktionspotenzial, das sich gerade bei ganz besonders großen Photovoltaik-Kraftwerken mit Leistungen von mehreren 100 MW bis in den GW-Bereich bietet, ermittelt und für die Praxis erschlossen werden.

Photovoltaik-Großkraftwerke als Zukunftsmarkt

Ziel des Verbundprojekts Giga-PV ist es, die Grundlagen für eine deutliche Kostenreduzierung der Systemtechnik für Photovoltaik-Großkraftwerke im Leistungsbereich mehrerer hundert Megawatt für Zielmärkte in sehr sonnenreichen Gebieten zu schaffen. Eine zentrale Komponente für Photovoltaik-Großanlagen sind Wechselrichter, mittels derer der in den Solarmodulen entstehende Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist wird. Neue Konzepte für diese Wechselrichter, die höhere Eingangsspannungen ermöglichen, machen neue verbesserte Systemkonzepte möglich, was jedoch auch Anpassungen bei den Solarmodulen und bei der elektrischen Systemtechnik erfordert.

In diesem Projekt arbeiten der Wechselrichterhersteller und Systemspezialist SMA Solar Technology AG, die Hanwha Q Cells GmbH, führender Anbieter für Photovoltaiklösungen, die TÜV Rheinland LGA Products GmbH und die Universität Kassel eng zusammen. Gemeinsam erarbeitet das Forscherteam ganzheitliche Lösungen für die Komponenten- und Systemtechnik. Die zu erwartenden Kosten gilt es zu optimieren und zugleich den besonderen Anforderungen der sonnenreichen Standorte gerecht zu werden. Diese Forschungsarbeiten sollen es der deutschen Photovoltaik-Industrie ermöglichen, den neuen und zukunftsträchtigen Exportmarkt der Photovoltaik-Großkraftwerke durch Innovationsführerschaft zu erschließen.

Giga-PV

Systemoptimierung der Photovoltaik-Großkraftwerke für den
globalen Sonnengürtel

  • Projektvolumen
    • 6,9 Mio. € (ca. 52% Förderanteil)
  • Projektlaufzeit
    • 01.08.2011 bis 31.07.2015
  • Verbundpartner
    • SMA Solar Technology AG, Niestetal (Koordination)
    • Hanwha Q Cells GmbH, Bitterfeld-Wolfen
    • TÜV Rheinland LGA Products GmbH, Köln
    • Universität Kassel

Kontakt

SMA Solar Technology AG
Dr. Oliver Führer
Sonnenallee 1
34266 Niestetal

 

Tel 0561 9522 4179

E-Mail Oliver.Fuehrer(at)SMA.de

Solartechnik für das Extremklima im globalen Sonnengürtel

Steigende Bedeutung von Entwicklungs- und Schwellenländern für den Ausbau der Erneuerbaren Energien / Maßgeschneiderte Komponenten für solare Kraftwerke im Sonnengürtel[mehr]


Solarstrom aus dem Sonnengürtel der Erde

Pressemitteilung der am Forschungsprojekt Giga-PV beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen[mehr]